Angst, WAS ist das ?
Angst ist ein Grundgefühl, das evolutionsgeschichtlich eine wichtige Funktion ausübt. Es ist ein die Sinne schärfender Schutzmechanismus, der in tatsächlichen oder auch nur vermeintlichen Gefahrensituationen ein angemessenes Verhalten wie etwa Flucht auslöst und für das Überleben eine wichtige Rolle spielt.
Ist dieser natürliche Schutzmechanismus jedoch gestört und die Angst nicht mehr dem eigentlichen Sinne zugänglich, sondern eine andauernde nicht kontrollierbare und augenscheinlich unbegründete Dauerangst ensteht, spricht man von einer Angst/-Panikstörung.
Ängste haben verschiedene Ursachen :
*Deprivationssyndrom ( reizarme Aufzucht )
(fehlende/unzureichende Prägungsphase, mit bleibendem Defizit)
*Mißhandlungen
*negative Lernerfahrungen
*Mißbrauch
Die Tiere ziehen sich in sich zurück, gelähmt von der Angst, nicht fähig agieren zu können. Das Wohlbefinden des Hundes ist stark beeinträchtigt, ein normaler Umgang nicht mehr möglich. Der Alltag gerät zur täglichen Herausforderung für Mensch und Hund oder gar zum Alptraum.
Ebenso entstehen Unsicherheiten des Hundes im Laufe seiner Entwicklung bei fehlerhafter Erziehung, nicht geklärter Rangordnung und damit verbundener "erzwungener" Übernahme der Rudelführung durch den Hund, der in den meisten Fällen damit völlig überfordert ist und somit Unsicherheiten und Verhaltensprobleme entwickelt.
Angst hat viele Gesichter, um nur einige zu nennen :
*Angst vor Menschen
*Angst vor Berührungen
*Angst vor Männern
*Angst vor Artgenossen
*Angst vor dem Autofahren
*Angst vor dem Alleine sein (Verlassensängste)
*Angst vor Gewitter/Silvester
*Angst vor der Leine/Geschirr
*Angst vor Umweltreizen
*Angst vor Kindern
*Angst vor schnellen Bewegungen
*Angst vor Autos, Radfahrern etc.
*Angst vor lauten Geräuschen
*generalisierte Angst
uvm.
Angststörung zeigen viele unterschiedliche körperliche Symptome beim Hund.
Stressreaktionen können u.a. sein Futterverweigerung, kompletter seelischer und körperlicher Rückzug, zittern, starke Unruhe, wundlecken einzelner eigener Körperteile (Ersatzhandlungen), Zerstörungswut, Aggression (Angstbeisser), geduckte Körperhaltung, eingeklemmte Rute, tropfende Nase, starkes Hecheln, Stubenunreinheit, stereotype Handlungen ( z.Bsp. Kreiseln ) sein.
Angstsymptome sind vielschichtig und zeigen sich bei jedem Hund anders, daher ist es unumgänglich eine individuelle Therapie anzubieten, denn jede Verhaltens-und Angststörung ist so einzigartig wie der Hund selbst.
Ebenso ist zu unterscheiden zwischen Unsicherheit , Änsgtlichkeit, Angst und Panik, anerlernten ( wie z.Bsp. durch Mißhandlungen, schlechte Erfahrungen ) und geprägten (Prägungsphase) Ängsten.
Sie brauchen Hilfe ?
Nehmen Sie Kontakt zu mir auf !
Auch gerne telefonisch :
06033-927644 ( ab 19.00 )
